167 Nachwuchstalente beim Landesfinale des ÖLV SprintChampion – 16 Tickets für das Österreichfinale in Wien vergeben

Eine volle Halle, lautstarke Anfeuerung und blitzschnelle Beine: Beim Oberösterreich-Finale des ÖLV SprintChampion kämpften am Samstag, 17.Oktober. 167 junge Sprinttalente aus dem ganzen Land in der Leichtathletik-Halle des Transdanubia Athletik.Sport.Zentrum um den Titel „SprintChampion“. Veranstalter war der Oberösterreichische Leichtathletikverband (OÖLV). Gelaufen wurden 60 Meter in den Altersklassen U8, U10, U12 und U14. Die jeweils zwei schnellsten Mädchen und Burschen jeder Klasse haben sich für das große Österreichfinale am 28. November in Wien qualifiziert und vertreten dort Oberösterreich.

Der Weg ins Finale

Eingeladen waren Kinder, die sich zuvor bei einer Reihe von Sichtungsveranstaltungen ausgezeichnet hatten:

  • Sport-Messe Ried
  • Speedy Kids-Cup Ottensheim
  • Kinder-Zehnkampf Linz (TGW Zehnkampf-Union)
  • Speedy Kids-Cup Vöcklabruck (LCAV Jodl Packaging)
  • Speedy Kids-Cup Ebensee (Union Ebensee)
  • Kinder-Zehnkampf Gmunden (Union Gmunden/TGW Zehnkampf-Union)
  • Speedy Kids-Cup Andorf (Sportunion IGLA long life)

Dazu kamen Kinder aus sportmotorischen Tests an 20 oberösterreichischen Volks- und Mittelschulen im Rahmen des Projekts „Tägliche Bewegungseinheit“. Außerdem durften die Leichtathletikvereine jeweils ihre drei schnellsten Kinder nominieren.

Eine Halle bebt

Für Gänsehaut sorgten nicht nur die Läufe, sondern auch das Publikum. Zahlreiche Eltern, Großeltern und Fans feuerten die Kinder lautstark an und brachten die Halle zum Beben. Die jungen Sprinterinnen und Sprinter waren mit großer Begeisterung dabei und belohnten die Unterstützung mit beeindruckenden Leistungen.

Die Champions des Tages

Die schnellste Zeit des Tages lief Lena Pumberger aus Hohenzell. Sie gewann die U14 der Mädchen im Finale in starken 8,53 Sekunden vor Magdalena Englacher (8,75). Bei den U14-Burschen setzte sich Florian Obermayr aus Linz in 8,69 Sekunden durch. Um das zweite Wien-Ticket wurde es spannend: Gabriel Tim Vogetseder und Moritz Schweninger liefen beide 8,85 Sekunden, es trennten sie letztendlich nur wenige Tausendstel. Somit wurde Vogetseder knapp vor Schweninger zweiter.

Ein Ausrufezeichen setzte Lukas Merz in der U10. Mit 9,14 Sekunden im Finale war er deutlich schneller als die Konkurrenz und hätte damit auch in der U12 vorne mitgemischt. Bei den U10-Mädchen siegte Jana Taubenschmied in 9,48 Sekunden.

In der U12 holten sich Theresa Zuber (9,16) und Julian Preinfalk (9,05) den Landessieg. Bei den Jüngsten, der U8, jubelten Rosa Valentics (10,74) und Gabriel Köppl (10,60).

Die vollständigen Ergebnisse sind im Anhang nachzulesen.

Fazit: Oberösterreich hat Tempo im Blut

Das Landesfinale hat eindrucksvoll gezeigt, dass es Oberösterreich nicht an Sprinttalenten mangelt. Die Ergebnisliste ist voller sehr schneller Leistungen sowohl von Vereinsathlet/innen aber auch von „Newcomern“, quer durch alle Altersklassen. Wer weiß, vielleicht kann man in ein paar Jahren das eine oder andere dieser Kinder bei Olympischen Spielen bewundern, in den Fußstapfen heimischer Leichtathletik-Stars wie Susanne Gogl-Walli, Lukas Weißhaidinger, Verena Mayr oder Endi Kingley.

Dass ein guter Sprint dafür das Fundament ist, unterstreicht auch OÖLV Präsident Roland Werthner: Schnelligkeit ist eine Grundvoraussetzung für viele Leichtathletik-Disziplinen, vom Sprint über die Sprünge bis zum Mehrkampf. Ein gutes Argument also, früh mit dem Sprinttraining zu beginnen.

Text: U. Rudorfer

Fotos: R. Werthner