Von 16. – 19. Juni fanden im italienischen Rieti die Europameisterschaften der Klasse U18 statt. Für die Wettkämpfe im Stadio Raul Guidobaldi qualifizierten sich im Vorfeld vier Athlet:innen aus Oberösterreich. Zweimal Semifinale, ein OÖLV U18 Rekord sowie viele wertvolle internationale Erfahrungen sind das Resümee des Nachwuchs-Großereignisses.
Jonas Prammer (ULC Linz Oberbank) war über die 400m am Start. Aus den Vorläufen qualifizierte er sich souverän mit einer neuer SB von 48,61s für das Semifinale. Im diesen war das erklärte Ziel eine Zeit unter 48 Sekunden und das Verbessern des österr. U18-Rekordes. Freitagnachmittag war es dann so weit und Jonas startete im zweiten Semifinale. Er finishte an 6. Stelle und stellte mit tollen 48,06s nicht nur eine neue persönliche Bestleistung auf, sondern verbesserte auch seinen OÖLV U18 Rekord aus dem Vorjahr. Auf den österreichischen Rekord fehlten letztendlich nur 5/100- Sekunden. Insgesamt bedeute das im Endresultat einen starken 13. Platz unter Europas Nachwuchs-Elite.
Auch Jonas Mesi (SU IGLA long life) kann mehr als zufrieden auf die Nachwuchs-EM zurückblicken. Gleich in der ersten Session der Meisterschaft konnte er in seinem schnellen 800m – Vorlauf seine Bestleistung auf 1:53,14min hinunterschrauben und sich als einer der Zeitschnellsten für das Semifinale qualifizieren. Dort ging Mesi die erste Runde mutig mit dem Jahresschnellsten aus Großbritannien an, konnte leider aber das Tempo nicht ganz bis zum Schluss halten. Im Endresultat bedeutete das für ihn einen 16. Rang mit einer Zeit von 1:56,97min. Auch er konnte seine Platzierung gegenüber der Entry-List stark verbessern und war mit seinem Auftreten bei der EM zufrieden. Mesi ist als jüngerer Jahrgang auch noch nächstes Jahr in der U18 startberechtigt, unter den Läufern aus dem Jahrgang 2010 war er viertschnellster.
Zusätzlich startete Prammer auch als Teil der österreichischen Sprint-Staffel, wo er den 300m Abschnitt laufen durfte. Aus dem vermeintlichen Final-Einzug mit österreichischem Rekord wurde leider nichts, da die Staffel aufgrund einer Übergabe knapp außerhalb der vorgesehenen Zone disqualifiziert wurde.
Erste internationale Erfahrung sammelte auch Lea Grubmüller (ATSV Linz LA). Die vielseitige Athletin qualifizierte sich im Speerwurf für diese Meisterschaften. In der Qualifikation zeigte sie drei solide Würfe über 41m wobei der weiteste Wurf gleich im ersten Versuch auf 42,33m segelte. Ein Ausreißer in Richtung ihrer Bestleistung (48,23m) wollte an diesem Tag leider nicht gelingen. Insgesamt belegte Grubmüller in einer Konkurrenz von mehr als 30 Werferinnen Platz 24 in Europa. Auch sie ist als jüngerer Jahrgang nächstes Jahr ebenfalls in der U18 startberechtigt.
Für Jonas Kobleder (LAG Genböck Haus Ried) war es wie für Mesi und Grubmüller der erste Start im Nationaltem-Trikot. Er qualifizierte sich bei den U18 ÖM in einem spannenden Duell über die 400m Hürden für diese Meisterschaft. Wie er selbst im Nachhinein resümierte, startete Kobleder mit einer „angezogenen Handbremse“ in seinen Vorlauf, erst auf den letzten 150m kam er so richtig ins Laufen. Schlussendlich finishte er in 55,37s als sechster in seinem Vorlauf. Im Endresultat belegte er Platz 32 in einem großen Starterfeld.
Der OÖLV gratuliert sehr herzlich zur Qualifikation und zu den erbrachten Leistungen!
Detailergebnisse: European Athletics U18 Championships – Rieti, ITA, 2026 Schedule
Fotos: © ÖLV/ Coen Schilderman
Text: S. Vala





